Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 800 Beschäftigten der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG) für Freitag, den 27. Februar und Samstag, den 28. Februar 2026, erneut zu weiteren bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. Fahrgäste müssen an beiden Tagen im gesamten Stadtgebiet Kassel mit erheblichen Einschränkungen und Ausfällen im öffentlichen Nahverkehr rechnen.
Nach aktuellem Stand werden sämtliche Tram- und Buslinien der KVG (Linien 1 bis 29) nicht verkehren. Auch die Buslinien 11, 17 und 22 im Umland sowie die Fahrten der Tramlinien nach Vellmar, Baunatal und durch das Lossetal fallen voraussichtlich aus. Ebenso ist davon auszugehen, dass die AnrufSammelTaxen (AST-Linien 90–97) nicht im Einsatz sein werden.
Die RegioTrams verkehren voraussichtlich während des Warnstreiks ausschließlich zwischen Hofgeismar-Hümme, Wolfhagen, Melsungen und Kassel Hauptbahnhof.
Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) teilt mit, dass die Buslinien ab Nummer 30 planmäßig fahren werden. Auch die Fahrten des „Schaddel“ werden nicht vom Warnstreik betroffen sein und finden regulär statt. Regionalzüge werden ebenfalls wie gewohnt fahren.
Ausweichmöglichkeiten für Fahrgäste im Stadtgebiet Kassel
Trotz der Einschränkungen gibt es somit alternative Fahrtmöglichkeiten. Einige Beispiele:
- Von Baunatal bzw. Schauenburg gelangen Fahrgäste mit den Linien
51 oder
52 und
55 über den Brasselsberg zum Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe oder in die Innenstadt.
- Ab Kassel-Wilhelmshöhe bestehen Verbindungen mit den Buslinien
52, 55, 100 und 500, der RegioTramlinie
RT5 sowie mit zahlreichen Regionalzuglinien in Richtung Kassel Hauptbahnhof.
- Durch Kassel-Harleshausen fahren die Linie
110 bis in die Kasseler Innenstadt und die Linien
RT1 und
RT4 bis Kassel Hauptbahnhof.
- Von der Haltestelle „Auestadion“ über Kassel Hauptbahnhof und Bahnhof Wilhelmshöhe mit der Buslinie
500.
- Ab Kassel-Oberzwehren mit der Linie
RT5 in Richtung Kassel-Wilhelmshöhe und Kassel Hauptbahnhof.
- Von Vellmar-Obervellmar mit den Linien
RT1 und
RT4 nach Kassel Hauptbahnhof oder mit der Linie
RB4 nach Kassel-Wilhelmshöhe.
- Von Vellmar-Niedervellmar mit den Linien
RB57 und
RB83 nach Kassel Hauptbahnhof.
- Von Hessisch Lichtenau mit der Buslinie
200 über die Haltestelle „Holländischer Platz“ nach Kassel Hauptbahnhof.
- Von Helsa mit der Buslinie
210 und Umstieg in Witzenhausen auf die Regionalzuglinien
RE8 oder
RE9 nach Kassel-Wilhelmshöhe oder auf die Regionalzuglinie
RB83 nach Kassel Hauptbahnhof.
- von der Haltestelle „Holländische Straße“ über Kassel Hauptbahnhof zum Bahnhof Wilhelmshöhe mit der Linie
100.
- Von der Haltestelle „Holländischen Platz“ über „Kassel Hauptbahnhof“ und „Bahnhof Wilhelmshöhe“ bis zur Haltestelle „Druseltal“ mit der Linie
52 (und weiter nach Schauenburg).
Einige der genannten Verbindungen werden samstags nicht angeboten.
Die KVG rät allen Fahrgästen, sich rechtzeitig über die Medien sowie die Informationskanäle des NVV (Fahrplanauskunft und NVV-App) über den aktuellen Stand zu informieren – insbesondere über die tatsächliche Dauer des Warnstreiks und mögliche kurzfristige Änderungen.
Das Unternehmen bedauert die Unannehmlichkeiten und bittet die Fahrgäste um erneutes Verständnis für die Einschränkungen.
Wo finden Fahrgäste Informationen?
Weitere Informationen erhalten Fahrgäste unter nvv.de/fahrplanauskunft, in der NVV-App sowie beim NVV-ServiceTelefon unter 0800-939-0800 (erreichbar täglich von 5 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag bis 0 Uhr).
