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Fahrplanauskunft

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Nordhessischer VerkehrsVerbund erhöht Fahrpreise zum 1. Januar 2024 um durchschnittlich 6 Prozent – Gleichzeitig Verbesserungen im Bus- und Bahnangebot geplant


Angesichts der allgemeinen Kostensteigerung wird auch der Nordhessische VerkehrsVerbund seine Fahrkartenpreise zum Jahresbeginn 2024 erhöhen. Gleichzeitig wird der NVV aber auch sein Angebot für die Fahrgäste weiter ausbauen.

Um weiterhin den Kostendeckungsgrad des öffentlichen Nahverkehrs in Nordhessen durch Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrkarten auf einem konstanten Niveau zu halten, hat der NVV-Aufsichtsrat eine Erhöhung aller Ticketpreise von durchschnittlich 6 Prozent zum 1. Januar 2024 beschlossen.

Aktuell profitieren die Kunden in Nordhessen bereits von einer Vielzahl attraktiver Tickets. Dazu gehören

  • das Deutschland-Ticket im Abo für 49 Euro monatlich 
    und
  • die NVV-SparCard im Abo für 9 Euro monatlich, um mit dem Kauf von SparTickets 50 Prozent gegenüber Einzelfahrkarten zu sparen. 

Inhaberinnen und Inhaber des Hessenpass Mobil (dazu gehören Menschen, die Bürgergeld, Wohngeld oder Sozialhilfe bekommen oder Asylbewerberinnen/Asylbewerber sind) können zudem das vergünstigte Deutschland-Ticket im Abo für 31 Euro monatlich kaufen.

Ferner wird das Zugangebot in einigen Bereichen des NVV verbessert:

RegionalbahnRE11 (RRX) im Stundentakt:

  • Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2023 fährt der RE11 (Düsseldorf <> Paderborn <> Warburg <> Hofgeismar <> Kassel) im Stundentakt – außer in den Stunden, in denen der InterCity verkehrt. Damit werden die bisherigen Fahrten des RE17 im NVV-Gebiet ersetzt. Außerdem gibt es auf der Linie nun auch später am Abend noch Fahrten. 

RegionaltramNeuer Halt Melsungen-Schwarzenberg:

  • Im Dezember 2023 geht der neue Halt in Melsungen-Schwarzenberg in Betrieb. Er wird von allen RegioTrams der Linie RT5 bedient.

RegionalbahnRE39 / RB39 - mehr direkte Verbindungen zwischen Bad Wildungen und Kassel:

  • Nach Ende der Bauarbeiten auf der Strecke Bad Wildungen <> Wabern Ende März 2024 wird es ab April 2024 montags bis freitags mehr direkte Verbindungen zwischen Bad Wildungen und Kassel auf den Linien RE39 und RB39 (Bad Wildungen <> Wabern <> Kassel) geben. Wegen der Angebotsausweitungen auf den Linien RE39 und RB39 ändert sich auch der Fahrplan der Linie RB38 (Schwalmstadt-Treysa <> Wabern <> Kassel).

Darüber hinaus wird der Stundentakt im  BusBusverkehr unter dem Motto „Jedes Dorf - Jede Stunde“ auch im Jahr 2024 fortgesetzt und ausgeweitet – in diesem Jahr vor allem im Werra-Meißner-Kreis.

Hintergrundinformation zur Tarifänderung:

Durch die Fahrpreisanpassung soll erreicht werden, dass der ÖPNV in der Region etwa zu einem Drittel aus Fahrgeldeinnahmen und zu zwei Dritteln aus öffentlichen Mitteln finanziert wird und keine Einbrüche bei den Fahrgelderlösen entstehen.

Ziel der Tarifanpassung ist es weiterhin, die Belastung für die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten, obwohl die Erbringung der Verkehrsleistungen teurer wird. Darüber hinaus soll vermieden werden, dass Fahrgäste abwandern und den Individualverkehr nutzen.

Da der öffentliche Nahverkehr bei Weitem nicht kostendeckend ist, besteht die Finanzierung zum einen aus Fahrgeldeinnahmen und zum anderen aus Steuergeld, das über das Land Hessen an den NVV fließt.

Dieses Verhältnis von Kosten zu Einnahmen im NVV zeigt vor allem, dass die Tarifanpassung nie zur vollständigen Kostendeckung herangezogen wurde, sondern dazu dient, das Verhältnis zwischen Steuer- und Fahrgeldfinanzierung ausgewogen zu halten.

Weitere Infos auf der Seite Tarifänderungen.