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Modern, durchdacht und barrierefrei: Gemeinde Neuental und NVV feiern die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes in Zimmersrode

Feierlich wurde der neugestaltete Bahnhofvorplatz vom Ersten Beigeordneten Erich Strohm (von links), von Philipp Rottwilm (MdB), NVV-Prokuristin Sarah Schmidt, Bürgermeisterin Sandra Bischoff, Landrat Winfried Becker, Anette Blumberg vom NVV und Michaela Andresen, Leiterin des DB InfraGO Bahnhofsmanagements Kassel, in Neuental-Zimmersrode eingeweiht. Foto: Alisa Göbel/NVV
Feierlich wurde der neugestaltete Bahnhofvorplatz vom Ersten Beigeordneten Erich Strohm (von links), von Philipp Rottwilm (MdB), NVV-Prokuristin Sarah Schmidt, Bürgermeisterin Sandra Bischoff, Landrat Winfried Becker, Anette Blumberg vom NVV und Michaela Andresen, Leiterin des DB InfraGO Bahnhofsmanagements Kassel, in Neuental-Zimmersrode eingeweiht. Foto: Alisa Göbel/NVV

Die Verknüpfung der Verkehrsmittel, die Stärkung des Radverkehrs und ein neues Entré zu den Bahnsteigen – der Bahnhofvorplatz in Neuental-Zimmersrode erstrahlt in neuem Glanz. Die Gemeinde Neuental und der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) freuen sich über die Attraktivierung des Bahnhofvorplatzes.

So sah es vorher aus:

Überalterte und in Teilen beschädigte oder provisorisch geflickte Oberflächen, Mängel an der alten Bushaltestelle und vor allem: nicht barrierefrei – so zeigte sich der Bahnhofvorplatz in Zimmersrode noch bis vor einem Jahr. Für viele Autofahrer waren die Parkflächen nicht eindeutig erkennbar, weshalb teilweise ungeordnet geparkt wurde. Zudem stellte die Gemeinde Neuental immer wieder fest, das große Flächen in regelmäßigen Abständen für Müllablagerungen missbraucht wurden. Bis auf einen überalterten, überdachten Fahrradabstellplatz mit in die Jahre gekommenen Fahrradboxen und das Fachwerkhäuschen als Unterstand gab es für die Menschen vor Ort keine Ausstattung, die einen angenehmen Aufenthalt ermöglichten. Doch all das gehört nun der Vergangenheit an. 

Im neuen Glanz:

Der Bahnhofvorplatz wurde neugestaltet und ein funktionaler Park-and-Ride-Platz (P+R) sowie eine online buchbare, abschließbare Fahrradabstellung in Boxen im NVV-Design runden das Gesamtbild nun ab – entstanden ist ein attraktiver ÖPNV-Knotenpunkt. Die historische Linde und der Unterstand aus Fachwerk sollten unbedingt erhalten und in das Konzept eingebunden werden. Zudem wurde das ehemalige Kopfsteinpflaster aus Basalt auf den Parkflächen wiederverwendet. Durch eine moderne Ausstattung und Bepflanzung sowie eine zugeschnittene Beleuchtung wurde die Aufenthaltsqualität erhöht.

Das wurde beachtet:

Ob Park+Ride, Bus+Ride oder Bike+Ride: Bei der Planung für die Sanierung des Bahnhofvorplatzes sowie für die Sanierung der Bahnhofstraße wurde alles aufeinander abgestimmt, damit die Nutzungs- und Aufenthaltskonzepte in Bezug auf alle Verkehrsteilnehmenden aufgehen. Die Parkflächen wurden in gleichem Umfang errichtet, sodass keine Parkfläche verloren gegangen ist. Dabei mussten die Schleppkurven der Buswendeschleifen, einzuhaltende Abstände von Masten für die Oberleitungen sowie das Freihalten von barrierefreien Stellplätzen und Ladeplätzen für E-Fahrzeuge bedacht werden. Die geplante Bahnsteigerhöhung durch die Deutsche Bahn (DB) wurde in der Planung bereits berücksichtigt. Im Zuge der kompletten Neugestaltung werden die Bushaltestellen an der Bahnhofsstraße nach aktuellen Standards mit 22 Zentimeter hohen Sonderborden umgebaut. Diese ermöglichen das Ein- und Aussteigen aus den Linienbussen mit Rollstuhl, Gehhilfe oder Kinderwagen ohne die Nutzung einer Klapprampe und machen den Zugang zum ÖPNV noch einfacher. Menschen mit Sehbehinderungen profitieren ebenfalls von der neuen Anlage: Dank der verlegten Noppen- und Rippenplatten, die als Leitsystem dienen, kann der öffentliche Nahverkehr besser und sicherer genutzt werden.

Dauer der Baumaßnahme:

Schon im Dezember 2018 wurde eine erste Anfrage bei der DB gestellt und die Gemeinde Neuental ging mit dem Bundeskonzern in erste Verhandlungen. Zwei Jahre später ist dann eine Machbarkeitsstudie für das Bahnhofumfeld durchgeführt worden. Schließlich konnten im Mai 2022 die Planungsleistungen für den Bahnhofvorplatz vergeben werden. Im November 2024 konnte der Gestattungsvertrag mit der DB InfraGO, vertreten durch DB Immobilien, abgeschlossen werden. Die Tiefbau- und Landschaftsbauarbeiten konnten im März 2025 vergeben werden, sodass bereits zwei Monate später der Baustart mit einem Spatenstich gefeiert werden konnte. Mit Blick auf die Bauzeit von Mai 2025 bis April 2026 wird ersichtlich, dass das Projekt in einem Zeitraum von unter einem Jahr erfolgreich realisiert werden konnte. Trotz einzelner, teilweise unvorhersehbarer Herausforderungen – wie überraschenden Funden im Baugrund oder verlängerten Lieferzeiten – verlief der Bauprozess insgesamt effizient und weitgehend reibungslos. Die Kommunikation mit allen Beteiligten verlief schnell, unkompliziert und freundlich.

Die Kosten des Umbaus:

Die Baukosten für den Umbau des Bahnhofvorplatzes beliefen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Dabei werden 85 Prozent der förderfähigen Summe durch das Land Hessen bezuschusst. Der NVV hat sich mit 50 Prozent an den Planungskosten beteiligt, die sich auf rund 150.000 Euro belaufen. 

Das sagen NVV, Gemeinde und Kreis:

“Es ist richtig und wichtig, Haltestellen so zu gestalten, dass Barrieren abgebaut werden und jedem der Einstieg in den Nahverkehr ermöglicht wird”, sagt NVV-Geschäftsführer Marian Volmer. “Die Verknüpfung von Bus, Bahn und Rad in Kombination mit einem barrierefreien Ausbau und einer gestalterischen Aufwertung ist hier gelungen."

“Der Bahnhofsvorplatzes hat sich zu einem echten Aushängeschild entwickelt. Durch die umfassende Modernisierung ist aus einem vormals wenig beachteten Bereich ein lebendiger und attraktiver Mittelpunkt entstanden”, sagt Neuentals Bürgermeisterin Sandra Bischoff. „In zentraler Lage bietet dieser Standort eine hohe Aufenthaltsqualität und überzeugt als zukunftsorientierter Knotenpunkt.” 

“Im Zusammenspiel mit der Neugestaltung der Bahnhofstraße entsteht hier ein modernes, einladendes Umfeld mit spürbar gesteigerter Lebensqualität und angenehmer Atmosphäre”, sagt Landrat Winfried Becker. „Die Investition in den Bahnhofvorplatz bedeutet ein klares Bekenntnis zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.”

Die Gemeinde Neuental und der NVV setzen mit diesen Maßnahmen auf den Ausbau eines barrierefreien und nachhaltigen öffentlichen Nahverkehrs in Nordhessen.