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Fahrplanauskunft

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Mittelhessen-Express mit neuem Betreiber häufiger und mit mehr Platz unterwegs - RMV und NVV vergeben neuen Verkehrsvertrag an Hessische Landesbahn / In zwei Schritten Fahrplanangebot um 24 Prozent ausgeweitet / Fabrikneue Züge mit höchstem Komfort

Mit dem neuen Verkehrsvertrag steigt die Leistung im Mittelhessennetz deutlich: Das Sitzplatzangebot in den Zügen wächst und von zahlreichen Stationen verdoppelt sich tagsüber die Zahl der Direktfahrten nach Frankfurt. Die Ausweitungen sollen in zwei Schritten erfolgen: Zum Vertragsbeginn im Dezember 2023 wächst das Fahrtenangebot von 3,5 auf 3,9 Mio. Zugkilometer, ab Dezember 2026 erhöht sich die Leistung weiter auf 4,3 Mio. Zugkilometer im Jahr. Damit bietet der neue Verkehrsvertrag nach der zweiten Ausweitung rund 24 Prozent mehr Fahrten als das aktuelle Angebot.

Künftiger Betreiber ist nach europaweiter Ausschreibung die Hessische Landesbahn, welche die DB Regio AG ablöst und bereits in Südhessen ein großes Teilnetz erfolgreich übernommen hat. Das Mittelhessennetz umfasst die Linien RB40 Frankfurt – Gießen – Dillenburg, RB41 Frankfurt – Gießen – Marburg – Schwalmstadt-Treysa und RB49 Hanau – Friedberg sowie die neue Linie RB37 Frankfurt – Gießen.

„Unser Ziel ist es, nach Corona an unsere Fahrgasterfolge anzuknüpfen und weiter zu wachsen. Mit dem neuen Verkehrsvertrag in Mittelhessen machen wir mit neuen Zügen, mehr Fahrten und mehr Platz das passende Angebot“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Ringat.

„Besonders der verbesserte Komfort und das kostenfreie WLAN wird die Fahrgäste des NVV aus Schwalmstadt-Treysa und Wiera Richtung Süd- und Mittelhessen freuen,“ betont Steffen Müller, Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbundes.

Von allen Stationen in Mittelhessen stündlich nach Frankfurt

Das derzeitige Linienkonzept der Linien RB40 und RB41 mit Flügelung der Züge in Gießen wird fortgesetzt, sodass weiterhin den ganzen Tag über Direktverbindungen von allen Stationen entlang beider Linien nach Frankfurt angeboten werden.

Neu hinzu kommt die Linie RB37, die zunächst alle zwei Stunden mit allen Halten zwischen Frankfurt und Gießen fahren wird. Ab Dezember 2026 werden durch Veränderungen im Fahrplan der Fernverkehrszüge, welche dieselben Gleise nutzen, weitere Verbesserungen möglich: Die RB37 fährt dann stündlich. Die RB40/41 fährt bereits ab Dezember 2023 im einheitlichen Stundentakt und schneller, da sie zwischen Gießen und Friedberg nur in Butzbach und Bad Nauheim hält. Zum heutigen Fahrplan bedeuten die Änderungen tagsüber eine Verdopplung der Direktfahrten von Stationen wie Großen-Linden oder Langgöns nach Frankfurt und eine Verdopplung schneller Fahrten des Mittelhessenexpresses.

In der Hauptverkehrszeit wird das Angebot künftig wie bereits heute selbstverständlich noch um weitere Fahrten verdichtet, um der besonders hohen Fahrgastnachfrage in dieser Zeit zu entsprechen.

Auf der RB49 zwischen Hanau und Friedberg werden montags bis freitags einzelne Fahrten ergänzt, so dass dann von frühmorgens bis abends ein Halbstundentakt gilt.

Mehr Platz in fabrikneuen Zügen

Neben der Zahl der Fahrten steigt auch die Anzahl der Sitzplätze: Außerhalb der Hauptverkehrszeit steht Fahrgästen bereits mit Start des Verkehrsvertrags im Dezember 2023 560 statt 430 Sitzplätze zur Verfügung. In der nachfragestarken Hauptverkehrszeit wächst das Angebot von 705 auf 840 Sitzplätze.

Eingesetzt werden fabrikneue Fahrzeuge. Die Einstiegshöhe ist mit 60 Zentimetern so gewählt, dass der Einstieg auch von niedrigeren Bahnsteigen, die in Mittelhessen üblich sind, möglichst komfortabel möglich ist. Alle Fahrzeuge verfügen über einen Schiebetritt, der je nach Bahnsteighöhe als Spaltüberbrückung zum Bahnsteig oder Trittstufe dient. Für Mobilitätseingeschränkte steht ein Hublift zur Verfügung. Neben einem großzügigen Mehrzweckbereich für Fahrräder, Fahrgäste mit Gepäck oder Rollstühle sind optische und akustische Fahrgastinformation, Steckdosen am Platz oder Videoüberwachung obligatorisch. Im Sinne seiner Digitalisierungsstrategie haben RMV und NVV zudem einen kostenfreien mobilen Internetzugang für Fahrgäste zur Voraussetzung gemacht. Alle neuen Fahrzeuge bieten den Kundinnen und Kunden daher kostenloses WLAN. 

Erfahrenes Verkehrsunternehmen als Betreiberin

Die Hessische Landesbahn wird entsprechend der RMV-Vorgaben die Beschäftigten auf Grundlage des Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes entlohnen. Zugpersonal des bisherigen Betreibers DB Regio AG, wie Lokführer und Zugbegleiter, können unter Wahrung der bisherigen Beschäftigungsstandards zur Hessischen Landesbahn wechseln.