Bei bestem Winterwetter haben tausende Zuschauerinnen und Zuschauer am vergangenen Wochenende (30. Januar bis 1. Februar 2026) das Skispringen in Willingen (Upland) verfolgt – und mehr als die Hälfte ist mit Bus und Bahn zum Weltcup angereist. Der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) zieht eine positive Bilanz: Das deutlich erweiterte ÖPNV-Angebot für die An- und Abreise nach Willingen wurde noch besser angenommen als im vergangenen Jahr. Und es wurde deutlich: Ohne Bus und Bahn wäre diese Veranstaltung undenkbar.
Zum Skispringen am Samstag und Sonntag galt auf der Strecke zwischen Korbach und Brilon ein umfangreicher Sonderfahrplan mit einem ganztägig verdichteten, halbstündlichen Fahrplanangebot mit Bus und Bahn.
Die Kapazitäten auf den Linien RB4 (Korbach <> Kassel) und
RB97 (Marburg <> Korbach) wurden durch größere Züge mit mehr Plätzen erzielt. Für den Streckenabschnitt zwischen Korbach und Brilon Wald wurden Züge mit Platz für bis zu 1200 Fahrgäste pro Zug eingesetzt, die eigens für dieses Großereignis aus anderen Regionen organisiert wurden. Zu Spitzenzeiten waren in einem Zug mehr als 1000 Fahrgäste unterwegs.
In den Zügen für die An- und Abreise zum Skispringen in Willingen wurden nach erster Auswertung mehr als 22.000 Fahrgäste gezählt. Damit ist die Zahl der Fahrgäste in den Regionalzügen gegenüber dem Weltcup-Wochenende 2025 um weitere 20 Prozent gestiegen. Damit hat sich das Kombi-Ticket erneut bewährt - im Eintrittspreis für das Skispringen war das Bus- und Bahnticket bereits enthalten.
Eine Ausweitung des Linienverkehrs zwischen Winterberg und Willingen-Stryck durch die lokale Busgesellschaft - ein Angebot, das erstmals im vergangenen Jahr exklusiv für das Weltcup-Wochenende eingerichtet wurde, erfreute sich ebenfalls wieder großer Beliebtheit.
Das von NVV und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) entwickelte ÖPNV-Konzept im NVV-Gebiet und im Westfalentarif für das Skisprung-Wochenende ist durch die gute Zusammenarbeit mit den beauftragten Verkehrsunternehmen und den Veranstaltern erneut aufgegangen. Aus Sicht des NVV zeigt dieses Beispiel, wie öffentlicher Nahverkehr sinnvoll mit Großveranstaltungen im ländlichen Raum kombiniert werden kann.
