Fahrplanauskunft

Etwas für das Klima tun, für die Umwelt? Der NVV bietet Alternativen zum PKW

Mit einer groß angelegten Informationskampagne möchte der NVV in Nordhessen dafür werben, öfter Bus und Bahn zu nutzen und so die Umwelt schon heute zu schützen. Je mehr Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen, desto geringer ist der Ausstoß an klimaschädigenden Emissionen. „Klimafreundlich unterwegs geht auch einfacher“ lautet daher der Titel der neuen NVV-Kampagne, die in den sozialen Netzwerken und als Großflächen-, Plakat- und Kinowerbung ab 9. August in Nordhessen zu sehen ist.

„Wir geben den Startschuss zum Umsteigen. Jeder kann überlegen, ob und wie umweltfreundliche Verkehrsmittel in den Alltag integriert werden können. Diesen Prozess möchten wir mit unserer Kampagne anstoßen und deutlich machen, dass es bei vielen Wegen im Alltag umweltschonende Alternativen zum PKW gibt“, so NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch.

Der öffentliche Nahverkehr spielt bei der Klimadebatte eine große Rolle und ist dabei eine die wichtigsten Stellschrauben, um in der Stadt und auf dem Land die dringend notwendige Schadstoffreduzierung umzusetzen. Daher hat der NVV den letzten Jahren sein Angebot kontinuierlich ausgebaut und setzt aktuell eine Offensive für die ländlichen Räume Nordhessens um, bei der zukünftig überall ein Stundentakt für mehr Mobilität sorgen soll. Die ersten Buslinien bieten bereits mehr Fahrten, weitere folgen zum Fahrplanwechsel. In der Stadt Kassel gibt es dichte Takte, aber z.B. auch im Landkreis Kassel haben bereits etwa 65 Prozent der Bevölkerung mindestens einen 30-Minuten-Takt und 92 Prozent  mindestens jede Stunde eine Nahverkehrsverbindung.

Umweltschonendes Verhalten wird im Zeichen des Klimawandels immer wichtiger: Der Beitrag, den der öffentliche Nahverkehr schon heute leistet, wird von vielen zwar gesehen, aber noch nicht durch eigene Verhaltensumstellung genutzt. Hier setzt die Kampagne an: Sie stellt das eigene Verhalten in den Fokus und fordert zu klimaschonender Mobilitätsnutzung auf.

So werden im NVV CO2-Emissionen kontinuierlich reduziert. Zum Beispiel durch den Einsatz neuer Busse der Abgasnorm Euro 6. Ab 2020 ersetzt der NVV sukzessive insgesamt 67 weitere Fahrzeuge und sorgt gegenüber den vorher eingesetzten Modellen für eine Reduzierung von umweltschädlichen Stickoxiden um 80 Prozent und von Feinstaub um 50 Prozent. Rund 67 Prozent der Schienenstrecken im NVV werden elektrisch betrieben – Bahnreisende fahren dort somit CO2-frei.

Mit kontinuierlicher Angebotserweiterung, dem Einsatz neuer Fahrzeuge und der Kombination verschiedener Verkehrsmittel macht der NVV einen weiteren wichtigen Schritt in eine klimafreundlichere Zukunft. Jeder kann durch sein Verhalten diese positive Entwicklung befördern. „Wir wollen mit unserer Aktion die Stärken des ÖPNV bewusst machen und mehr Bürgerinnen und Bürger zum Umstieg auf Busse und Bahnen bewegen!“ so NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch abschließend.

Hintergrundinformationen NVV:

Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide werden auch durch den Straßenverkehr erzeugt. Die einzelnen Verkehrsmittel fallen dabei unterschiedlich ins Gewicht. So wird bei einem Hin- und Rückflug von Kassel nach Fuerteventura pro Person so viel CO2 emittiert wie drei Jahre lang Bus und Bahn fahren.

Im ländlichen Raum fällt der öffentliche Verkehr mit einem Anteil zwischen 5 und 8 Prozent im Vergleich zum städtischen Raum eher gering aus. Mit der Angebotsoffensive für den ländlichen Raum sorgt der NVV daher auf den regionalen Buslinien mindestens für einen Stundentakt. Dafür werden zum nächsten Fahrplanwechsel ca. 2,3 Mio. zusätzliche Buskilometer bei den Verkehrsunternehmen beauftragt. Zusammen mit Pedelec, AnrufSammelTaxi, Bürgerbus oder Mobilfalt wird so der Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel leinfacher gemacht.

100 Personen verteilen sich durchschnittlich auf mehr als 70 private PKW, um von A nach B zu kommen. Alternativ können eine RegioTram oder zwei Gelenkbusse dieselbe Anzahl an Personen an ihr Ziel bringen. Diese Werte verbessern sich im Berufsverkehr weiter zugunsten des öffentlichen Nahverkehrs. Denn in der Hauptverkehrszeit sind Busse und Bahnen überdurchschnittlich, Autos unterdurchschnittlich ausgelastet.

Der Umstieg auf Bus und Bahn, kombiniert mit Ridesharing, Carsharing, Fahrrad oder E-Bike bewirkt, dass sich das Stadtbild langfristig zugunsten der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum wandelt und für die Bewohner attraktiver wird. Nachhaltige Mobilität kann somit für die Entwicklung der Lebensqualität in unseren Städten und Kommunen einen wichtigen Beitrag leisten.