Fahrplanauskunft

Änderungen bei Mobilfaltangebot Witzenhausen - Pilotversuch abgeschlossen - 30-Minuten-Takt ab Fahrplanwechsel

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird das Mobilfaltangebot in Witzenhausen verändert. Nach Abschluss des Pilotversuches mit einem 10-Minuten-Takt führt der NVV ab Dezember einen 30-Minuten-Takt ein. Das ist gegenüber dem anfänglichen Stundentakt eine Verdoppelung des Angebotes.

Hintergrund sind die Ergebnisse des seit zwei Jahren andauernden, erweiterten Angebots. Ziel war die zusätzliche Gewinnung von Fahrerinnen und Fahrer, das jedoch nicht in dem Maße erreicht wurde wie ursprünglich geplant. Zwar hat die Nachfrage zugenommen, aber nicht die Anzahl derer, die private Fahrten anbieten. Sie veränderte sich im genannten Zeitraum von 49 auf 63.

Grundsätzlich hat sich Mobilfalt aber positiv entwickelt. So sind die Fahrgastzahlen in Witzenhausen von 2017 auf 2019 von 1210 auf 3400 pro Quartal gestiegen.

Dazu kommt, dass nach Einschätzung vieler Kunden ein 30-Minuten-Takt für das Mobilfaltangebot ausreichend ist. Diese Ergebnisse haben den NVV gemeinsam mit dem Landkreis dazu bewogen, dem nachzukommen und die Taktfrequenz auf einen 30-Minuten-Abstand anzupassen.

 

Hintergrundinformationen

Mobilfalt ist ein einfaches und günstiges Nahverkehrsangebot. Alle Menschen in der Mobilfaltregion, die ein Auto besitzen, sind eingeladen zum Anbieter von Fahrten zu werden. So will der NVV fahrplangebundene Systeme wie zum Beispiel Busse im NVV-Tarifsystem um Fahrten mit dem Auto ergänzen. Bus- und Privatfahrt garantieren somit einen Halbstundentakt bzw. Stundentakt.

Der Anfang wurde im Werra-Meißner-Kreis in der Stadt Witzenhausen und den Kommunen Sontra, Nentershausen, Herleshausen gemacht. Etwas später kam Großalmerode mit einer Strecke dazu. In diesem Jahr startet Hessisch Lichtenau und Eichenberg.

Jeder der möchte, kann seine regelmäßigen oder unregelmäßigen Autofahrten im Rahmen der NVV-Mobilfalt anderen anbieten. Der Fahrer erhält dafür eine festgelegte Kostenerstattung von 0,30 Euro pro Kilometer. Damit haben zum Beispiel Pendler die Möglichkeit ihre regelmäßig anfallenden Fahrtkosten durch Mobilfalt-Fahrten deutlich zu reduzieren. Beispielsweise bieten sich Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt als Mobilfaltfahrten an.

Das Mobilfalt-Angebot umfasst Fahrten in den Kommunen der Mobilfaltregionen oder kann als Anschluss zu Bahnlinien genutzt werden. Damit entsteht ein  durchgehender Taktfahrplan mit täglichen Angeboten  - von früh bis spät. Der Ein- und Ausstieg erfolgt an den ÖPNV-Haltestellen.

Die Durchführung der Fahrten wird vom NVV koordiniert und finanziell unterstützt. Falls kein Fahrt-Anbieter zur Verfügung steht, übernimmt der NVV die Organisation der Beförderung auf den vorgesehenen Strecken mit dem Taxi.

Wer eine Mobilfalt-Fahrt bucht, zahlt zunächst den gleichen Preis, den er auch für eine Busfahrt auf der Strecke zu zahlen hätte. Dieser Betrag wird von seinem Kundenkonto abgebucht. Wenn es dann zu einer Fahrt mit einem privaten Anbieter kommt, muss der Fahrgast nur den günstigen Mobilfalt-Tarif von einem Euro bezahlen und bekommt die Differenz auf sein Konto gutgeschrieben. Wer über eine gültige Fahrkarte wie z. B. eine Monatskarte verfügt, gibt das bei der Buchung an und bezahlt nur eine Euro, unabhängig davon, ob er  mit dem Bus oder privat fährt.