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NVV vergibt RegioTram-Leistungen für die nächsten 10 Jahre – RegioTram-Gesellschaft (RTG) setzt sich in europaweiter Ausschreibung durch

Kassels RegioTram-Gesellschaft bleibt die Betreiberin der drei nordhessischen RegioTram-Linien. Das Tochterunternehmen der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft und der Hessischen Landesbahn hat sich in einem vom Nordhessischen VerkehrsVerbund (NVV) umgesetzten europaweiten Ausschreibungsverfahren durchgesetzt und übernimmt zum Fahrplanwechsel 2023 weitere zehn Jahre die Verantwortung für den Betrieb in der Region und der Stadt Kassel. 

Unter ihrer Regie werden die Züge bis Dezember 2033 sowohl auf Straßenbahn- als auch Eisenbahnstrecken rollen. Das bewährte Angebot mit Verkehren im Stunden- und Halbstundentakt, die sich zwischen Obervellmar und der Kasseler Innenstadt zum Viertelstundentakt überlagern, wird praktisch unverändert fortgeführt. Jedes Jahr legen die RegioTram-Züge 2,3 Millionen Kilometer zurück – und befördern etwa 7 Millionen Fahrgäste. 

„Die RegioTram ist eine Erfolgsgeschichte. Unsere Kundinnen und Kunden wissen die umsteigefreie Verbindung von der Kasseler Innenstadt ins Umland zu schätzen: Das belegen die Fahrgastzahlen, die sich seit den Anfängen der RegioTram mehr als verdreifacht haben“, sagt NVV-Geschäftsführer Steffen Müller. „Wir freuen uns, dass wir mit der RegioTram-Gesellschaft auch in den kommenden zehn Jahren einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben, um diese Erfolgsgeschichte fortzuführen.“ 

Neben vielen betrieblichen Vereinbarungen sind in dem Verkehrsvertrag Reservefahrzeuge und -personal am Kasseler Hauptbahnhof vorgesehen, um bei Verspätungen und Störungen flexibel zu reagieren und den Betrieb stabil halten zu können. „Die erneute Vergabe des RegioTram-Betriebes an die RTG auch für die kommenden zehn Jahre ist für beide Gesellschaften Zeichen der Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen und Ansporn für die Zukunft“, erklärt KVG-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Maxelon. 

„Dies sichert bei der RTG aktuell rund 120 Arbeitsplätze von Triebfahrzeugführ- und Zugbegleitpersonal, und bei der KVG mehr als 20 hochqualifizierte Arbeitsplätze in der RegioTram-Werkstatt“, ergänzt Thomas Wolf, neben Oliver Eikenberg Geschäftsführer der RTG.

Hintergrundinformationen zur RegioTram in Nordhessen: 

Mit der Gründung des Nordhessischen Verkehrsverbundes 1995 ging die Entwicklung eines neuen Zugkonzeptes einher, um das Oberzentrum Kassel mit der Region zu verbinden. Die Idee des RegioTram-Systems entstand mit dem Ziel, das Eisenbahnnetz der Region mit dem Straßenbahnnetz in der Stadt Kassel umsteigefrei zu verknüpfen.

Bereits in den Anfängen des NVV nimmt die Idee Gestalt an und ein erster Vorlaufbetrieb kann 2001 zwischen Kassel und Hofgeismar gestartet werden. Es folgen weitere Infrastrukturmaßnahmen, um das RegioTram-Konzept zu realisieren. Dazu gehören die Modernisierung der Strecken zwischen Kassel, Korbach, Bad Wildungen, Wolfhagen, Hofgeismar und Melsungen sowie der Bau der neuen RegioTram-Station im Hauptbahnhof Kassel, dem Herzstück des Systems.

Das eingeläutete RegioTram-Zeitalter stellte alle Partner ab 2001 vor eine enorme Herausforderung und brachte eine neue Kooperation von Verkehrsunternehmen hervor. KVG, Hessische Landesbahn und DB Regio gründeten die RegioTram Betriebsgesellschaft, um für den Betrieb aller RegioTram-Strecken gerüstet zu sein.

Strecken, Fahrzeuge, Bahnhöfe: alles sollte sich in das System einfügen, das ebenso einfach wie überzeugend ist. Ohne Umsteigen von der Region in die Innenstadt, in einem Fahrzeug, egal ob im Eisenbahn- oder Tramnetz, egal ob mit Gleichstrom/Wechselstrom oder mit Diesel. Entwickelt wird ein weltweit einmaliges Fahrzeug bei der Firma Alstom in Salzgitter, das all diesen Ansprüchen Genüge tut.

Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg des europaweit beachteten Systems war und ist die besondere Qualität der Infrastruktur mit barrierefreier Erschließung für die RegioTram in der Stadt Kassel und der Region. Bis heute wurden neben dem umfangreichen Umbau des Hauptbahnhofes Kassel mit Jungfernkopf und Kirchditmold zwei neue Stationen in der Stadt Kassel realisiert.

Dazu kamen Stationsneu- und Umbauten im Schwalm-Eder-Kreis mit Melsungen-Bartenwetzerbrücke und im Landkreis Kassel in Vellmar-Osterberg/EKZ, Ahnatal-Heckershausen, Hofgeismar, Ahnatal-Casselbreite, Espenau-Mönchehof, Vellmar-Obervellmar und Hofgeismar-Hümme. Insgesamt sind 73 Mio. Euro in die RegioTram-Infrastruktur und gleichermaßen in die heimische Bauwirtschaft und damit in die Sicherung nordhessischer Arbeitsplätze geflossen.

Der NVV plant zurzeit weitere RegioTram-Stationen, um das System weiter zu komplettieren, aber auch zu optimieren und noch mehr Fahrgästen zugänglich zu machen. Dazu gehören die in Bau befindliche Station Melsungen-Schwarzenberg und Melsungen-Süd als Stationsneubau.

Die Fahrgastzahlen in den RegioTrams stiegen in den letzten zehn Jahren von insgesamt 1,8 Mio. auf ca. 7 Millionen (2019). Damit hat sich die Fahrgastzahl seit der Einführung mehr als verdreifacht.

Die RegioTram verbindet seit 2008 auf aktuell drei Linien das Kasseler Umland ohne Umsteigen mit dem Straßenbahnnetz in der Kasseler Innenstadt. Aus Hofgeismar-Hümme, Wolfhagen, Zierenberg und Melsungen fahren die Bahnen bis zum Rathaus und in die Königsstraße. In Kassel verdichten die RegioTram-Linien das Angebot auf der Holländischen Straße und zum Auestadion.




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