Fahrplanauskunft
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NVV vergibt Busleistungen zwischen Bad Hersfeld und thüringischer Landesgrenze nach europaweiter Ausschreibung

  • Rhön-Energie Bus GmbH als erfahrener und verlässlicher Partner 
  • Fahrzeuge erfüllen ab Frühjahr 2021 höchsten Umweltstandard

Nach einer europaweiten Ausschreibung des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) ist für insgesamt sechs Buslinien der alte Betreiber auch der neue: Die RhönEnergie Bus GmbH wird über den Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 hinaus die Linien 330 Obersuhl - Heringen - Friedewald - Bad Hersfeld, 331 Obersuhl - Heringen, 335 Philippsthal - Heringen, 340 (Philippsthal -) Hohenroda - Schenklengsfeld - Bad Hersfeld, 341 Hohenroda - Friedewald - Schenklengsfeld und 345 Schenklengsfeld - Bad Hersfeld zwischen Bad Hersfeld und der thüringischen Landesgrenze betreiben.

NVV-Geschäftsführer Steffen Müller und Thomas Lang, Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda-Verkehrsbetriebe, freuen sich über die Fortführung der bewährten Zusammenarbeit mit der Rhön-Energie Bus GmbH: 

Müller: „Trotz der Corona-bedingten schwierigen Umstände sind wir in der Lage, unser Buslinienangebot mit mehr Verbindungen und modernsten Fahrzeugen noch zu verbessern und auszuweiten. Mit der Rhön-Energie Bus GmbH haben wir einen erfahrenen und verlässlichen Partner aus der Region an unserer Seite, auf den sich unsere Kunden und der NVV verlassen können.“

Lang: „Die RhönEnergie Bus freut sich über das ausgesprochene Vertrauen und auf die weitere, gute Zusammenarbeit mit dem NVV. Für uns ist das eine Verpflichtung, an der Steigerung von Qualität und Zuverlässigkeit für die Zufriedenheit der Fahrgäste weiter zu arbeiten.“

Die Ausschreibung für sämtliche Linien erfolgte nach den Vorgaben des EU-Rechts. Den Zuschlag erhielt das Verkehrsunternehmen, das auf der Grundlage hoher Qualitätsanforderungen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Nachdem der NVV bereits bis 2008 als einer der ersten Verbünde in Deutschland sämtliche Busleistungen in Nordhessen europaweit ausgeschrieben hatte, folgt jetzt die nächste Welle, da die Verträge in der Regel für acht bis 10 Jahre ausgeschrieben werden.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 geht das Liniennetz in diesem Bereich mit ca. 830.000 Kilometern pro Jahr in Betrieb. Dafür werden insgesamt 14 Fahrzeuge benötigt, die Teil der Ausschreibung über eine Vertragslaufzeit von zehn Jahren bis 2030 sind. Der NVV hat enthaltene lokale Bus- und AST-Linien in den Verkehrsverträgen im Auftrag des Landkreises mit ausgeschrieben. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg und mit ihm die betroffenen Kommunen beteiligen sich entsprechend ihrer Verkehrsanteile an der Finanzierung der Verkehrsleistung.

Innerhalb der Ausschreibungen legt der NVV den Fahrplan, die Linienwege und die Qualität der Busse in Abstimmung mit den jeweiligen Partnern fest. Dazu gehören auch Vorgaben zum Lohnniveau. Die Ausschreibungsgewinner sind verpflichtet, Busfahrer und Busfahrerinnen nach dem tarifvertraglich vereinbarten Niveau für das private Omnibusgewerbe des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zu entlohnen.

Aufgrund von Corona-bedingten Lieferengpässe werden die mit der Ausschreibung verbundenen neuen Busse erst im Frühjahr 2021 den Betrieb aufnehmen können. In der Übergangszeit stehen aber weiterhin gut ausgestattet Linienfahrzeuge zur Verfügung.

Die Fahrzeuge, die der NVV für die Bedienung der 14 Linien verlangt, sind dann voll klimatisiert, verfügen über mehr Platz für Rollstühle, Rollatoren oder Kinderwagen und haben standardmäßig niederflurgerechte Einstiege. Da die meisten Fahrzeuge neu sind, entsprechen sie den neusten Sicherheitsstandards. Dazu gehören z.B. Abbiegeassistenten, Kameraüberwachung, ABS-Systeme, Antischlupfregelung sowie zahlreiche weitergehende Sicherheitsmerkmale. Außerdem sind die Fahrgäste ab Frühjahr 2021 mit Fahrzeugen unterwegs, die eine komfortablere Raumaufteilung haben, um den veränderten Kundenwünschen Rechnung zu tragen.

Zur besseren Information der Fahrgäste bietet ein Fahrgastinformationssystem durch Bildschirme in den Bussen die Details des Linienverlaufs. Eine entsprechende Innenraumgestaltung bietet Sehbehinderten Fahrgästen durch die kontrastreiche Gestaltung eine bessere Orientierung.

Darüber hinaus setzt der NVV neben Komfort und Information auch auf eine klimaschonende Ausstattung. Daher werden die Busse über den höchstmöglichen lieferbaren Umweltstandard verfügen und so den Schadstoffausstoß weiter reduzieren. Lediglich auf Fahrzeugen, die nur an wenige Stunden am Tag im Einsatz sind, sind geringere Anforderungen zu erfüllen.

 

Hintergrund: 

Veränderungen auf den einzelnen Linien im Überblick

Die ausgeschriebenen Buslinien bedienen von der Kreisstadt Bad Hersfeld ausgehend Orte in der Stadt Heringen und den Gemeinden Friedewald, Hohenroda, Philippsthal, Schenklengsfeld sowie Wildeck.

Das zuletzt erst im Juni 2019 angepasste Fahrplanangebot wurde geringfügig erweitert und angepasst. So wird der Stundentakt auf der regionalen Buslinie 330 von Friedewald nach Heringen (Werra) künftig montags bis freitags verlängert über Leimbach, Widdershausen und Dankmarshausen bis nach Wildeck-Obersuhl. Auch an Wochenenden wird die Linie 330 bis zur Endstelle in Wildeck-Obersuhl zukünftig ausgedehnt.

Neu wird auch ein Stundentakt montags bis freitags auf der lokalen Buslinie 340 sein, die Bad Hersfeld u. a. mit Schenklengsfeld und Hohenroda-Ransbach verbindet. Innerhalb der Gemeinde Friedewald wird es an Schultagen mehr Verbindungen auf der lokalen Linie 341 geben. Erstmals auch außerhalb der Schulzeiten wird die lokale Linie 331 verkehren, die Orte in der Stadt Heringen und der Gemeinde Wildeck miteinander verbindet, wovon insbesondere Kleinensee und Raßdorf profitieren werden.

Daneben sorgen die beiden AnrufSammelTaxi-Linien 339 Bad Hersfeld - Friedewald und 349 Bad Hersfeld - Schenklengsfeld - Hohenroda für ergänzende Verbindungen vor allem abends, an Ferientagen und an Wochenenden.