Fahrplanauskunft
A Button
B Button

NVV überprüft in der Region die Bussituation im Schülerverkehr

Anlässlich der aktuellen Lage im Bereich der Schülerbeförderung haben die nordhessischen Landräte und die Vertreter des Landes Hessen in ihrer kürzlich stattgefundenen Aufsichtsratssitzung die Situation im Schülerverkehr diskutiert, um gemeinsam zügig praktikable Lösungen zu finden.

Der NVV und die jeweiligen Nahverkehrsgesellschaften prüfen momentan die Lage und werden anlassbezogen im Rahmen der möglichen Kapazitäten nachsteuern. Dazu hat der NVV bereits Kontakt mit verschiedenen Busunternehmen aufgenommen, um nach Möglichkeit weitere Fahrzeuge für die Spitzenzeiten im Schülerverkehr zu organisieren. Deren Einsatz für die Personenbeförderung im ÖPNV unterliegt besonderen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Und: Auch hier sind die Kapazitäten endlich.

Weiterhin hat der Dialog mit den Reisebusunternehmen in Nordhessen ergeben, dass die schnelle Umnutzung von Reisebussen weiteren Klärungsbedarf beinhaltet. Nichtsdestotrotz prüft der NVV auch in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Hessischer Busunternehmer (LHO) derzeit, ob und wo Reisebusse zu Verfügung stehen, die für den Einsatz im Schulbusverkehr geeignet sind.

Trotzdem appelliert der NVV an alle Beteiligten – insbesondere auch aus dem schulischen Bereich – alle Lösungsoptionen zügig auszuloten, um gemeinsam schnell eine Verbesserung der Situation herbeiführen zu können. Dazu gehört unter anderem auch die Optimierung des Unterrichtsbetriebs wie unter anderem flexiblere Zeiten oder ein zeitlich versetzter Schulbeginn und -schluss. So kann das Fahrplanangebot bestmöglich angepasst werden, um auch im Rahmen des Infektionsschutzes eine gute Verteilung der Fahrgastzahlen über den ganzen Tag zu erreichen. 

Der NVV empfiehlt nochmals, das gesamte Fahrplanangebot mit allen An- und Abfahrten zu nutzen. Gleichwohl orientieren sich viele Schülerinnen und Schüler in den ersten Wochen nach den Sommerferien erst noch, um das für sie passende Fahrplanangebot zu finden. Daher geht der NVV davon aus, dass sich nach dieser Eingewöhnungsphase, die Situation abmildert. Dennoch arbeiten alle Partner im Bereich der Schülerbeförderung derzeit mit Hochdruck daran, diese besondere Situation zu meistern: „Dabei lassen wir auch nicht die Bedenken und Ängste der Schüler und Eltern außer Acht und nehmen diese sehr ernst“, sagt NVV-Geschäftsführer Steffen Müller. „Alle sind sich ihrer Verantwortung bewusst.“

Daher sind im Rahmen des Infektionsschutzes innerhalb des ÖPNV bereits in den vergangen Monaten zahlreiche Maßnahmen umsetzt worden, die für den Schutz aller von großer Bedeutung sind: Dazu gehört, dass die Fahrer angehalten sind, an den Haltestellen alle Türen zu öffnen, um eine Stausituation im Eingangsbereich zu vermeiden und um eine gute Durchlüftung zu erzielen, wenn dies nicht bereits durch die Klimaanlage erfolgt. Auch die gesetzlich angeordnete Maskenpflicht wird durch Lautsprecheransagen in den Fahrzeugen und Plakate nochmals deutlich gemacht. Zudem sind in fast allen Bussen Schutzscheiben für den Fahrer eingebaut worden, sodass die zunächst gesperrten Sitze hinter dem Fahrer wieder freigegeben werden konnten.

Die Corona-Pandemie ist eine Ausnahmesituation, die das gesamte öffentliche und private Leben weiterhin in Atem hält. Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung geben kann, kommt es auf jeden Einzelnen an, dass die Ausbreitung des Virus gemeinsam verhindert werden kann.