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NVV testet erneut Elektrobus in Nordhessen - Fahrzeug vom 24. Juli bis 2. August im Einsatz

Durch die Unterstützung der Fa. Iveco hat der Nordhessische Verkehrsverbund erneut in den nächsten Wochen die Möglichkeit, die Alltagstauglichkeit eines Elektrobusses neuster Generation im Umfeld von Kassel zu testen. Der erst Test fand bereits im letzten Winter statt.

Für NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch geht es bei dem Probelauf vor allem um Erfahrungen mit der Technologie im Linienbetrieb: „ Wir wollen herausfinden, welche umweltfreundliche Technologie zusammen mit der jetzt schon eingesetzten Euro 6++-Norm sinnvollerweise in Nordhessen eingesetzt werden soll. Wir setzen dabei auf ein Mischung der Techniken abgestimmt auf die jeweiligen topografischen und fahrplanrelevanten Bedürfnisse. Daher ist der praktische Testbetrieb des Elektrobusses ein wichtiger Baustein, um fundierte Erkenntnisse zu gewinnen. Unser Interesse ist es, einen weiteren Beitrag zum Erreichen der lokalen und überregionalen Klima- und Umweltschutzziele zu leisten. Für die Veränderungen in der Atmosphäre ist es egal, ob sie in Ballungsräumen oder hier in Nordhessen mit Schadstoffen belastet wird. Das wird häufig in der öffentlichen Diskussion vergessen, wenn man sich zu sehr auf die Schadstoffkonzentration in hochbelasteten Städten fokussiert.“

Insgesamt sind für den NVV 270 Linienbusse der verschiedenen Verkehrsunternehmen unterwegs, die bereits zu 95 Prozent die höchsten Euro VI/EEV- Normen erfüllen. Konkret bedeutet dies, dass diese Busse weitaus weniger Stichstoffoxide ausstoßen als ein herkömmlicher dieselbetriebener PKW. Für die nächsten Ausschreibungen zwischen 2020 und 2030 plant der NVV, bestimmte Umweltstandards als verbindlich vorzusehen. Dazu gehört auch die entsprechende Antriebsart der eingesetzten Busse.  Der jetzt eingesetzte Bus Heuliez GX 337 Elec kommt aus dem Hause IVECO. Mit Niederflurtechnik, Klimaanlage und Platz für bis zu 80 Fahrgäste entspricht er dem beim NVV üblichen Standard. Ab dieser Woche wird der Bus in unterschiedlichen Regionen rund um Kassel und im Bereich Witzenhausen/Helsa zu sehen sein. Er wird von mehreren Verkehrsunternehmen im Linienbetrieb eingesetzt, so dass  nach dem Testbetrieb erste Erfahrungen z.B. zur Reichweite in dem topografisch anspruchsvollen Gelände Nordhessens vorliegen.

Geplant sind Einsätze des Elektrobusses auf folgenden Linien:
Linie 51 Kassel Bahnhof Wilhelmshöhe <> Druseltal <> Baunatal Stadtmitte

Linien 110 Kassel Bahnhof Wilhelmshöhe <> Teichstraße <> Ahnatalstraße <> Dörnberg <> Ehlen <> Burghasungen <> Istha <> Ippinghausen <> Wolfhagen

Linie 111 StadtBus Wolfhagen
Gasterfeld > Viesebeck > Wolfhagen > Wenigenhasungen > Altenhasungen
Altenhausungen > Wolfhagen > Gasterfeld > Viesebeck

Linie 112 StadtBus Wolfhagen
Hessenklinik > Bahnhof > Teichberg > Bahnhof > Hessenklinik

Linie180 Hofgeismar <> Trendelburg <> Bad Karlshafen

Linie 190 Hofgeismar <> Reinhardshagen <> Hann. Münden

Linie 210 Helsa <> Großalmerode <> Witzenhausen

Linie 47 Vellmar Nord <> Espenau <> Calden <> Calden-Flughafen Kassel

Auf  Basis der gemachten Erfahrungen wird der NVV für die anstehenden Ausschreibungen die gewünschten Umweltstandards festlegen, an denen sich die Busunternehmen im orientieren müssen.

Hintergrundinformation zum Einsatz des Elektrobusses im NVV:

Der Busverkehr wird zurzeit bundesweit größtenteils von Dieselfahrzeugen bestimmt. Um unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden und die Stickoxid-, Feinstaub- und Lärmemissionen zu reduzieren, sind zukünftig Alternativen zu Dieselfahrzeugen erforderlich. Busse mit einem emissionsfreien Elektroantrieb stellen eine solche umweltfreundliche Alternative dar.

Mit Kosten in Höhe von rund 750.000 Euro für einen Elektrobus ist dieser heute rund doppelt so teuer wie ein Standardbus. Die derzeit vergleichsweise geringe Reichweite der Batterien erfordert in der Umlaufplanung der Buslinien etwa den doppelten Fahrzeugeinsatz. Die Energieeffizienz von Elektrobussen ist aber deutlich höher als die von Dieselbussen, der Instandhaltungsaufwand durch fehlende Verbrennungsvorgänge mit hohen Temperaturen eher geringer. Daher dient der Testbetrieb dazu, weitere Erkenntnisse zu gewinnen, inwieweit Elektrobusse zukünftig in den Ausschreibungen des NVV als Teil der Standardausstattung Eingang finden können.

 




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