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Umfangreichere Sanierungsarbeiten an Tunneln notwendig - Inbetriebnahme von Bahnstrecke Korbach-Frankenberg verschiebt sich auf Sommer 2015

Veröffentlicht am: 15.01.2014

15. Januar 2014

Für die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Korbach und Frankenberg stehen umfangreiche Baumaßnahmen durch die DB RegioNetz Infrastruktur GmbH (Kurhessenbahn) an. Neben dem Vegetationsrückschnitt, der im Februar beginnt, Neubau und Instandsetzung von Stationen und Gleisen, dem Rückbau von Weichen, Instandsetzung von Stützbauwerken und Durchlässen gehören auch die Sanierung von Brücken und Tunneln dazu.

Im Zuge der zurzeit laufenden Ausführungsplanung und damit verbundenen detaillierteren Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass der große und kleine Itter-Tunnel, die zwischen Vöhl-Thalitter und Vöhl-Dorfitter liegen und 115 Jahre alt sind, umfangreicher im Bereich der Entwässerung und der Tunnelinnenschale saniert werden müssen, als ursprünglich vorgesehen. Dies teilte die Kurhessenbahn als Vertragspartner und Bauherr dem NVV heute mit.

Bisher war geplant, die Tunnelinnenschalen der beiden Tunnel nur in schadhaften Teilbereichen zu sanieren. Im Zuge der detaillierteren Planung hat sich zwischenzeitlich ergeben, dass die Innenschalen beider Tunnel, gerade in den Bereichen der Portale (Tunnelanfang-/ende), aufgrund der starken Durchfeuchtung und der damit einhergehenden schnell voranschreitenden Schädigung des vorhandenen Mauerwerks intensiver saniert werden müssen als vorgesehen. Dies geschieht durch den Einbau von Drainagen im Tunnelgewölbe, die an eine neue Tunnelentwässerung angeschlossen werden. Zur Stabilisierung des Mauerwerks wird dann eine Spritzbetonschale in verschiedenen Stärken aufgebracht.

„Unser Ziel war es, mit allen Teilprojekten zeitgleich zu beginnen, um das ehrgeizige Ziel einer Inbetriebnahme im Dezember 2014 einhalten zu können. Da die Instandsetzung der beiden Tunnelbauwerke in Thalitter die Bauzeit maßgebend bestimmt, ergibt sich insgesamt eine Verlängerung der Bauzeit, da während der Arbeiten an den Tunneln in diesem Bereich keine Gleisarbeiten durchgeführt werden können. Die Instandsetzungsarbeiten an den beiden Tunnelbauwerken werden voraussichtlich im Dezember 2014 abgeschlossen sein. Der Gleisumbau im Abschnitt Korbach Süd bis Thalitter ist nach der Winterpause für das Frühjahr 2015 eingeplant“, erläutert Hans-Martin König, Leiter Infrastruktur der Kurhessenbahn die Veränderung bei den Bauzeiten.

Leider bringt diese Veränderung bzw. Ausweitung der Bauaktivitäten auch eine Verschiebung des Starttermins mit sich, da die Kurhessenbahn unter Berücksichtigung des Winters mit einer zusätzlichen Bauzeit kalkulieren muss, die ca. 6 bis 7 Monate ausmachen wird.

„Da es bei den Tunneln um die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards geht, sind sich alle Beteiligten einig, dass die umfangreiche Sanierung der Itter-Tunnel Vorrang vor dem genannten Starttermin im Dezember 2014 hat“, so der Geschäftsführer des NVV Wolfgang Dippel. Zurzeit wird ein Starttermin im Juni 2015 angepeilt.

Für die ersten Baumaßnahmen sind die Ausschreibungen in Vorbereitung, so dass noch nicht abgeschätzt werden kann, ob und in welcher Höhe sich die Baukosten verändern werden. Seitens der Kurhessenbahn wurden die Bauzeiten so angepasst, dass eine kostenintensive Vorhaltung der Baustelleneinrichtung und Baustillstand über den Winter vermieden wird und darüber Kosten eingespart werden können.

Die Kurhessenbahn und der NVV werden in den nächsten Monaten Informationsveranstaltungen durchführen, um interessierte Bürger und Anliegern die Details der geplanten Baumaßnahmen zu erläutern.

 

Hintergrundinformationen zur Strecke Korbach-Frankenberg:

-       30 km lange Strecke

-       Seit 1987 stillgelegt

-       Vegetationsrückschnitt entlang der Strecke ab Februar durch ein Forstunternehmen aus Willingen-Rattlar

-       Rückbau von Weichen in Schreufa, Ederbringhausen und Herzhausen, die nicht mehr benötigt werden

-       Erneuerung je einer Brücke zwischen Korbach-Süd und Vöhl-Dorfitter sowie in Vöhl-Thalitter

-       Instandsetzung weiterer Brücken entlang der Strecke

-       Sanierung des mehr als 100 Jahre alten kleinen Itter-Tunnels (93 Meter) und großen Itter-Tunnels (200 Meter)

-       Instandsetzung verschiedener Stützbauwerke und Durchlässe entlang der Strecke

-       Bau von neuen bzw. Modernisierung von sechs Haltepunkten inkl. Park&Ride- bzw. Bike&Ride-Anlagen

-       Neue Buswendeschleifen in Herzhausen, Schmittlotheim und Ederbringhausen

-       Neubau von technische Sicherungen an 9 Bahnübergängen

-       Erneuerung und Anpassung von Signalanlagen

-       Neubau von 5 Funkstandorten für Zugfunk

 


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