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NVV reagiert auf gestiegene Kosten bei Ausschreibungen von Busleistungen - Neues Finanzierungsmodell des NVV für regionale Buslinien entlastet Gemeinden in Nordhessen

Veröffentlicht am: 10.12.2012

10. Dezember 2012 

Mit einem neuen Finanzierungsmodell für die regionalen Buslinien und einer deutlichen Anhebung der Infrastrukturkostenhilfe in den Jahren 2013 und 2014 für alle Landkreise in Nordhessen und die Stadt Kassel reagiert der NVV aktuell auf die gestiegen Kosten, die sich bei den letzten europaweiten Ausschreibungen von Busverkehrsdienstleistungen abgezeichnet haben. Dabei kam es zu Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent bei den durch die Verkehrsunternehmen angebotenen Kilometerpreisen im Verhältnis zu den letzten Ausschreibungen aus den Jahren 205/2006. Hintergrund für diese Entwicklung war vor allem der drastisch gestiegen Dieselpreis.

Die neue Regelung greift zum Fahrplanwechsel und damit für die für dieses Jahr schon vergebenen und noch zur Vergabe anstehenden Busbündel. Zukünftig wird es in Nordhessen so sein, dass der NVV das komplette finanzielle Risiko für die Basisleistung der regionalen Buslinien allein trägt, regionale Zusatzangebote auf diesen Linien  im Verhältnis 50:50 von den Landkreisen und dem NVV finanziert werden und die Landkreise allein nur noch das finanzielle Risiko der lokalen Buslinien zu tragen haben. Bisher sah die Finanzierung der regionalen Linien eine partnerschaftliche Verteilung auf NVV und die Landkreise in einem Verhältnis von 50:50 vor.

Dafür veranschlagt der NVV in den nächsten Jahren einen Anstieg des Busetats von zurzeit 37,3 Mio. Euro auf 41,5 Mio. Euro in 2013 (11,2 %), auf 46,2, Mio. Euro in 2014 (11,3 %) und auf 48,3 Mio. Euro (4,5 % in 2015).

Damit übernimmt der NVV die alleinige Verantwortung für das Grundangebot aller regionalen Linien und trägt so dazu bei, die Landkreise finanziell erheblich zu entlasten.

Darüber hinaus erhöht der NVV sukzessive die sogenannte Infrastrukturkostenhilfe für die nordhessischen Landkreise und die Stadt Kassel, aus der die lokalen Verkehrsangebote z.B. lokale Tram-, Bus- oder Anrufsammeltaxi-Linien finanziert werden können. In 2013 liegt die Steigerung bei 12,2 Prozent  gegenüber 2012 und in 2014 erhöht der NVV  um weitere 10 Prozent  gegenüber dem bereits erhöhten Budget von 2013. Der Etatansatz steigt damit von heute 7,319 Mio. Euro auf 9,033 Mio. Euro in 2014 für alle nordhessischen Partner.

Der NVV verspricht sich von seinem finanziellen Engagement längerfristig die Sicherung der regionalen und lokalen Mobilität ohne die Kommunen weiter mit steigenden Kosten belasten zu müssen.

 

 

Hintergrund zum regionalen Busverkehr:

 Insgesamt verantwortet der NVV derzeit 11 Millionen regionale Buskilometer und ca. 4,3. Millionen lokale Buskilometer, die er im Auftrag der lokalen Nahverkehrsorganisationen der Landkreise mit bearbeitet. Dazu kommen weitere 11 Millionen Buskilometer, die von den lokalen Aufgabenträgern beauftragt sind, davon  3,5 Mio. durch die KVG.

Im Durchschnitt lag der Preis der Busleistung für die vom NVV betreuten Bündel in 2011 bei 1,92€/km. Bei den aktuell vergebenen Busleistungen mit Betriebsstart im Dezember lag der Preis deutlich höher, im Schnitt bei 2,65€/km.


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