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10. Dezember 2006 ist Startschuss für cantus - Fahrgäste können sich auf hochmoderne Züge im Nordost-Hessennetz freuen

Veröffentlicht am: 10.12.2006

Neues Verkehrsunternehmen ab Fahrplanwechsel zwischen Kassel, Göttingen, Bebra, Fulda und Eisenach unterwegs

Es ist alles bereit: Die 20 neuen Fahrzeuge, die 85 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Reihe von modernisierten Bahnhöfen an den verschiedenen Strecken. Zum Fahrplanwechsel am 10.12.2006 erwartet die Fahrgäste zwischen Kassel, Göttingen, Bebra, Fulda und Eisenach eine neue Eisenbahnwelt.

Eine besondere Rolle wird dabei das neue Fahrzeug „FLIRT“ (Flinker, leichter, innovativer Regionaltriebzug) der Firma Stadler, Berlin-Pankow, spielen. Komfortabel und bequem haben es die Kunden dort. Das hochmoderne Fahrzeug ist auf den ersten Blick am auffälligen Design erkennbar. Von den 20 neuen Zügen sind vierzehn 3-teilige und sechs 4-teilige Triebwagen auf den Strecken unterwegs. Die Fahrzeuge verfügen über modernste Technik, bequeme Sitze und Klimatisierung. Dank des geräumigen Mehrzweckbereiches ist in jedem Zug ausreichend Platz für Fahrräder, Kinderwagen, Rollstühle und große Gepäckstücke.

Für den Geschäftsführer des NVV Dr. Jürgen Barthel zeigt sich am Nordost-Hessen-Netz auch die Chance des Wettbewerbes, die mit der europaweiten Ausschreibung verbunden war: „Ziel des Wettbewerbes war für uns, durch mehr Qualität mehr Fahrgäste zu gewinnen, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen und damit die Strecken langfristig für die Zukunft zu sichern. Unterstützt wird das durch einen 10-Jahres-vertrag, den wir mit dem neuen Betreiber abgeschlossen haben.“

Ermöglicht wurde dieses Projekt durch 130 Millionen Euro Investitionen für die Fahrzeuge und den Ausbau der Infrastruktur wie Bahnhöfe und Gleisanlagen. Diese Summe sorgte für Aufträge innerhalb Deutschlands, aber auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen in Nordhessen. Einige Komponenten kommen aus der Region, so z.B. die Faltenbälge für die Gelenke der mehrteiligen Züge von der Fa. Hübner aus Kassel. Außerdem waren hiesige Baufirmen an der Modernisierung der Bahnhöfe in Hannoversch Münden, Melsungen und Bad Sooden-Allendorf beteiligt. Damit löst ein gut ausgebauter Nahverkehr wirtschaftliche Impulse aus, die Nordhessen gut tun.

Um die alten und auch neuen Kunden über Fahrpläne, Anschlüsse und Taktfrequenz auf dem Laufenden zu halten, wurde ein großes Informationspaket geschnürt. Dazu gehören umfangreiche Orts- und Linienflyer, die an allen wichtigen Punkten in der Region Nordosthessens und seinen angrenzen Gebieten ausliegen, aber auch bei Veranstaltungen, in den Fahrzeugen und an Haltestellen von Servicekräften verteilt werden. Großflächen- und Ankündigungsplakate, Newsletter für Multiplikatoren, Anzeigen und Presseinformationen runden die umfangreiche Kampagne ab. Sämtliche Medien sind natürlich auch im Internet unter www.nvv.de verfügbar. Telefonische Auskünfte gibt es am ServiceTelefon des NVV 0180-234-0180 oder im RMV-Gebiet über die Hotline 01805/ 768 46 36 (rmvinfo). Informationen rund um cantus sind unter der Telefonnummer 0561-930 74 50 und im Internet über www.cantus-bahn.de erhältlich.

 

NVV und cantus freuen sich auf einen gelungenen  Start, bei dem Fahrgäste, aber auch Nicht-Kunden vom gut entwickelten öffentlichen Personennahverkehr in Nordhessen überzeugt werden sollen. Neben der RegioTram ist das Nordost-Hessen-Netz ein weiters Projekt für die Region, bei dem der NVV Innovation, Kundenfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit unter Beweis stellt.

Hintergrundinformation

Unter der Federführung des NVV haben die Auftraggeber bestehend aus NVV, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen  mbH (LNVG), Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) und dem Freistaat Thüringen im Jahr 2004 Nahverkehrsleistungen von jährlich ca. 3,6 Mio. Zugkilometern auf den Strecken Göttingen - Kassel - Bebra - Fulda, Göttingen - Eschwege - Bad Hersfeld und Bebra – Eisenach ausgeschrieben. Damit  wurde der gesetzlichen Vorgabe der Europäischen Union und des hessischen Gesetzgebers Rechnung getragen.

Aus dem Wettbewerb ging die neu gegründete cantus Verkehrsgesellschaft mbH, gemeinsame Tochter der Hessische Landesbahn GmbH und der Hamburger Hochbahn AG, als Gewinner hervor. Die Hessische Landesbahn GmbH ist am Standort Kassel bereits seit langem mit Nordhessen verbunden. Mit der Fulda Bus GmbH ist die Hamburger Hochbahn AG ebenfalls in Hessen tätig.

Für das NOH-Netz werden 85 Mitarbeiter beschäftigt, davon 59 Triebfahrzeugführer, 13 Zugbegleiter, 6 Mitarbeiter in der Werkstatt und 9 in Betriebsleitung und Verwaltung.

Die Auftraggeber haben mit der Ausschreibung die Qualitätsanforderungen für das Bahnnetz nicht nur gehalten, sondern noch verbessert. Insgesamt konnte trotz der genannten Verbesserung für die Kunden mit der Ausschreibung eine nachhaltige Einsparung für die Auftraggeber erzielt werden.

Die Linien im Überblick

Betriebsaufnahme: 10. Dezember 2006

Vertragsdauer: 10 Jahre (12/2006 bis 12/2016)

Netzgröße: 287 km

Zug-Kilometer: 3,6 Mio. jährlich

Fahrzeug: 20 FLIRT von Stadler, Berlin-Pankow

 

R1
Göttingen – (Neu-) Eichenberg – Kassel

Zwischen Kassel und Göttingen bietet die R1 attraktive Verbindungen: An Wochentagen verkehrt mindestens jede Stunde ein Zug. Alle zwei Stunden gibt es weitere Verbindungen mit dem RE aus Richtung Halle nach Kassel-Wilhelmshöhe, dazu kommen in den Hauptverkehrszeiten zusätzliche RE-Züge zwischen Erfurt und Kassel-Wilhelmshöhe.

 

R5/RMV-Linie 51
K
assel – Bebra – Fulda

Die R5 hält zukünftig an mehr Stationen bei gleichen, teilweise sogar besseren Fahrzeiten! Trotz gekürzter Regionalisierungsmittel bleibt das Angebot der R5 weitgehend erhalten, vormittags wird sogar wieder ein durchgehender Stundentakt angeboten.

Jeder zweite Zug fährt künftig von Kassel durchgehend bis Fulda, die anderen enden in Bad Hersfeld. Dort besteht dann aber Anschluss zur Linie R7, die jetzt alle 2 Stunden bis Fulda verlängert wurde. In Fulda und Bad Hersfeld bestehen gute Anschlüsse an den ICE Richtung Frankfurt am Main. In Bebra ist der Umstieg in und aus Richtung Eisenach (R6) zu fast jeder Stunde möglich.

R6
Bebra – Eisenach

In Bebra gibt es künftig – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – stündlich Anschlüsse an die R5 Richtung Kassel-Hbf und Bad Hersfeld sowie nach Fulda. Um bessere Anschlüsse an den Fernverkehr in Eisenach zu bieten, sind die Abfahrtszeiten am Sonntag in der Regel eine Stunde früher. So können die Fahrgäste von günstigen Verbindungen in Richtung Rhein/Main, Ruhrgebiet, Leipzig/Dresden und Berlin profitieren.

 

R7
Göttingen – Eschwege-West – Bebra – Fulda

Mit den Änderungen der DB im Fernverkehr gingen auch Anpassungen auf der R7 einher. Durch die veränderten Abfahrts- und Ankunftszeiten der ICE-Züge in Bad Hersfeld ist das Umsteigen dort nicht mehr möglich.

Die R7 fährt aber künftig im Zweistundentakt über Bebra hinaus weiter nach Fulda, wo Anschluss an den RE nach Gelnhausen, Hanau, Offenbach und Frankfurt a. M. besteht. Mit dem ersten Zug gibt es von Montag bis Freitag weiterhin eine Verbindung über Bebra (Umstieg zur R5) und Fulda zum ICE, der um Viertel vor Acht in Frankfurt ist.

 



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