Zur Hauptnavigation springen
Schriftgröße minusScalaplus


Sie befinden sich in der Hauptnavigation
Zum Inhalt springen
Sie befinden sich im Hauptbereich
Zur Nebenavigation springen

Verkehrsminister Dr. Alois Rhiel: Neubau der RegioTram kommt voran

Veröffentlicht am: 02.12.2005

Weitere rund 44,6 Millionen Euro für den 2. Teilabschnitt - Größte Investitionssumme in nordhessischen Schienenverkehr nach ICE-Neubaustrecke

Der Neubau der RegioTram im Bereich des Nordhessischen Verkehrs Verbundes (NVV) kommt voran: Mit weiteren Zuwendungen in Höhe von 44.623.500 Euro unterstützt das Land Hessen die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) bei dem Bau des 2. Teilabschnittes der RegioTram. Den Zuwendungsbescheid übergab Verkehrsminister Dr. Alois Rhiel heute in Kassel an den Vorstandsvorsitzenden der KVG, Andreas Helbig und das Vorstandsmitglied Prof. Rainer Meyfahrt. Die Summe der bewilligten Zuwendungen für das Gesamtprojekt erhöht sich somit auf insgesamt 54.166.500 Euro. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 97,3 Millionen Euro. Insgesamt übernimmt der Bund rund 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG-Bund), das Land Hessen 15 Prozent aus Mitteln des GVFG-Landesprogramms und 15 Prozent aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG).

Wie Dr. Rhiel mitteilte, umfasst der 2. Teilabschnitt unter anderem den Bau eines 170 Meter langen Tunnels unter dem Bahnhofsvorplatz und dem Hauptbahnhof. Im Einmündungsbereich des Tunnels, der im Bereich der heutigen Gleise 4 und 5 liegen wird, entsteht darüber hinaus eine neue RegioTram-Haltestelle auf einer eigenen Ebene in Tieflage. Auf eine ansprechende architektonische Gestaltung der dreigleisigen „Haltestellenanlage im Bahnhof“ wurde im Hinblick auf die Nutzung des Bahnhofes als „Kulturbahnhof“ und „documenta“-Standort besonderen Wert gelegt. „Dieser Streckenabschnitt bildet das wichtigste Kernstück der RegioTram, weil auf diese Weise Eisen- und Straßenbahnnetz miteinander verknüpft werden“, so der Minister.

Neben den umfangreichen baulichen Maßnahmen am Hauptbahnhof, werden auch die neuen Stationen „Kassel-Kirchditmold“, „Kassel-Jungfernkopf“ und „Vellmar-Osterberg/Einkaufszentrum“ an der Harleshäuser Kurve sowie die neue Station „Melsungen Bartenwetzerbrücke“ errichtet. Der Baubeginn ist in Kürze vorgesehen. Eine weitere neue Station in „Melsungen-Süd“ wird zunächst nur als Betriebswendegleis ausgebaut, um dort über Nacht RegioTram-Fahrzeuge abstellen zu können. Erst nach Herstellung der signaltechnischen Voraussetzungen durch die DB-AG (Neubau eines elektronischen Stellwerkes in Guntershausen) kann dort auch eine Endhaltestelle für den Personenverkehr errichtet werden.

Im ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe sollen die Nahverkehrsgleise Nr. 7 bis 10 von der RegioTram mitgenutzt werden. Deshalb werden die Gleise um 21 Zentimeter angehoben, um die Einstiegshöhe von den Bahnsteigen in die Fahrzeuge der RegioTram zu verringern. Innerstädtisch wurden die stark frequentierten Haltestellen am Rathaus und Friedrichplatz bereits in den vergangenen Monaten umgebaut und die Wartebereiche angehoben, um den Anforderungen der Barrierefreiheit gerecht zu werden. Die Strecke von Obervellmar bis nach Wolfhagen wird modernisiert und entsprechend den Erfordernissen der RegioTram und der Kurhessenbahn ausgebaut. Für schnellere und häufigere Fahrten wird eine neue Signaltechnik installiert.

„Aufgrund der starken Orientierung der nordhessischen Bevölkerung auf das Oberzentrum Kassel ist der Aus- und Neubau der Schieneninfrastruktur für die RegioTram wichtig und zweckmäßig. Mit dem neuen Verkehrssystem wird für alle Bevölkerungsgruppen eine wesentliche Verbesserung der Mobilität erreicht. Zu den Hauptverkehrszeiten soll die RegioTram auf allen Strecken im Halbstundentakt fahren, die zum Teil durch Überlagerung noch verdichtet werden“, sagte Dr. Rhiel. „Von der durch die RegioTram ausgehende größte Investitionssumme in den nordhessischen Schienenverkehr nach der ICE-Neubaustrecke wird auch die heimische Wirtschaft profitieren“.

Anhand eines vorläufig ausgestellten Bescheides konnte bereits im Sommer dieses Jahres mit vorbereitenden Maßnahmen zum Bau des 2. Teilabschnittes begonnen werden.

In einem dritten Teilabschnitt sollen weitere Infrastrukturmaßnahmen wie der Bau eines dritten Gleises im Bahnhof Obervellmar, der zweigleisige Ausbau der Kurhessenbahnstrecke bis zur geplanten neuen Haltestelle „Ahnatal Casselbreite“ sowie die Herstellung eines barrierefreien Zugangs zum Bahnsteig in Hofgeismar erfolgen.


Fahrplanauskunft

Abfahrt Ankunft