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NVV hat nach Ausschreibung Aufträge an Busunternehmen vergeben

Veröffentlicht am: 03.12.2005

Im Rahmen einer europaweiten offenen Ausschreibung hat der Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) den Zuschlag für insgesamt sechs Buslinienbündel erteilt.

Im Rahmen einer europaweiten offenen Ausschreibung hat der Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) den Zuschlag für insgesamt sechs Buslinienbündel erteilt. Alle Aufträge konnten zum Jahresende an Verkehrsunternehmen aus Nordhessen vergeben werden.
Die Ausschreibung erfolgte nach den Vorgaben des einschlägigen EU-Rechts und in Anwendung der Verdingungsordnung für Leistungen sowie auf der Grundlage der Geringste-Kosten-Verordnung nach dem Personenbeförderungsgesetz.

Auf dieser Grundlage war demjenigen Bieter der Zuschlag zu erteilen, der das wirtschaftlich günstigste Angebot vorgelegt hatte. Mit dieser Vorgehensweise wollen die Aufgabenträger den Öffentlichen Personennahverkehr bei hoher Qualität für die Fahrgäste bezahlbar halten und die öffentliche Hand finanziell entlasten.

Ausgeschrieben wurden folgende Linien:

Das Linienbündel „Homberger-Stern“ umfasst die Linien 443 Melsungen <> Homberg, 453 Treysa <> Homberg, 456 Wabern <> Homberg und 458 Fritzlar <> Wabern. Der Vergabebeschluss fiel zu Gunsten des Regionalverkehr Kurhessen mit Sitz in Kassel. Betriebsaufnahme war eigentlich der 11.12.2005. Der NVV hat mit dem neuen Betreiber (der die Linien jedoch auch bisher fuhr) vereinbart, dass Fahrplanänderungen erst zum 9.4.2006 umgesetzt werden, wenn das neue Fahrplanbuch erscheint.

Das Linienbündel „Wolfhager Land“ umfasst den Linienverkehr mit Bussen und Anruf-Sammel-Taxen rund um die Altkreisstadt Wolfhagen. Gewinner dieser Ausschreibung ist die „Hessenbus“ GmbH, die Bussparte der Hessischen Landesbahn. Betriebsaufnahme ist hier der 9. April 2006. Die Linien werden heute noch von der Regionalverkehr Kurhessen und der Fa. Knorrn betrieben.

Das Linienbündel „Wesertal“ umfasst die Linien entlang der Weser im Abschnitt Hann.-Münden bis Bad Karlshafen, sowie die Buslinien von den Gemeinden Reinhardshagen und Wahlsburg nach Hofgeismar. Gewinner dieser Ausschreibung ist eine Bietergemeinschaft aus den Ortsansässigen Firmen Sallwey und RegioBus Uhlendorff. Betriebsaufnahme der Linien von Reinhardshagen und Wahlsburg nach Hofgeismar ist der 9.4.2006. Die anderen Linien folgen beim Betreiberwechsel gestaffelt. Bisher werden die Linien schon durch die Fa. Sallwey und die Firma RegioBus Uhlendorff gefahren. Die Linie 135 wird noch bis Ende 2006 bei der Regionalverkehr Kurhessen (RKH) verbleiben.

Das Linienbündel „Lohfelden/Söhrewald“ umfasst die Linien 35 Berghausen <> Lohfelden <> Kassel-Lindenberg und Linie 37 Kassel <> Lohfelden <> Söhrewald. Diese Linien wurden von der Nordhessenbus (NHB) gewonnen, einem Unternehmen im Besitz der Stadt Kassel und privater Busunternehmen. Bisher ist dort die Nordhessenbus mit dem Regionalverkehr Kurhessen als Partner tätig. Betreiberwechsel wird der 9.4.2006 sein – ebenso wie beim folgenden Bündel.

Das Linienbündel „Fuldabrück/Guxhagen“ umfasst die Linien 31 Kassel <> Dörnhagen <> Albshausen und Linie 38 Kassel <> Bergshausen <> Dörnhagen <> Guxhagen. Dieses Bündel wurde von der RKH gewonnen, die bereits heute die Linien in Zusammenarbeit mit der NHB betreibt.

Das Linienbündel „Esse-Diemel“ das die Buslinien um die Gemeinde Calden und die Altkreisstadt Hofgeismar (inkl. StadtBus Hofgeismar) umfasst, wurde an den Regionalverkehr Kurhessen vergeben, der bereits heute den Großteil der betroffenen Linien betreibt. Betriebsaufnahme des ausgeschriebenen Netzes ist hier ebenfalls im April 2006.

Der Wettbewerbspreis liegt in allen Bündeln in dem vom NVV erwarteten Bereich. Die Preise im Nordhessischen Busverkehr waren bisher schon im Verhältnis zu Süd- und Mittelhessen relativ günstig.

Über das gute Ergebnis der Ausschreibungen freut sich der Aufsichtsratsvorsitzende des NVV und Landrat des Landkreises Kassel, Dr. Udo Schlitzberger, „Fahrgäste und die Busverkehrsanbieter der Region profitieren von dieser Entscheidung.“
Der Nordhessische Verkehrsverbund zeigt sich mit dem Ergebnis, der vom Land vorgegebenen Busausschreibungen zufrieden. Die Kompetenz der heimischen Unternehmen hat sich auch im Wettbewerb bewährt. „Die Angst vor den internationalen Mitbewerbern ist nach derzeitigem Stand unbegründet, wir konnten soweit alle Verkehrsleistungen bei Unternehmen in der Region belassen.“ so Thomas Rabenmüller, Geschäftsführer des NVV. Kleine, private Busunternehmen können weiterhin mit Subunternehmeraufträgen der Wettbewerbsgewinner rechnen, da die Weitergabe von Unterauftragsverhältnissen in den Verträgen zugelassen ist.

Fahrplanänderungen im Internet In den Bündeln „Wesertal“, „Wolfhager Land“ und „Esse/Diemel“ wird es im Zusammenhang mit der Ausschreibung teilweise umfangreiche Fahrplanänderungen geben. Der NVV gibt seinen Fahrgästen die Möglichkeit, die Fahrplanentwürfe ab sofort einzusehen und Kommentare und Anregungen dazu zu formulieren. Der NVV wird dann mit den Verkehrsunternehmen prüfen, ob die Berücksichtigung von Anregungen in den endgültigen Fahrplänen möglich ist.


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