Aufsichtsrat beschließt zusätzliche Zugleistungen zwischen Kassel und Warburg ab Fahrplanwechsel 2010/2011 – Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Kassel und Warburg bleibt durch Regionalexpress-Angebot des NVV erhalten
17. Februar 2010
Der Aufsichtsrat des Nordhessischen VerkehrsVerbundes hat in seiner letzten Sitzung sichergestellt, dass es nach dem Rückzug der DB aus der Mitte-Deutschland-Verbindung zum Fahrplanwechsel 2010/11 dennoch ein ausreichendes Mobilitätsangebot zwischen Kassel - Warburg – Paderborn geben wird. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob die wegfallende Fernverkehrsverbindung zwischen Kassel, Bebra und Eisenach durch weitere Regionalzüge ersetzt werden kann.
Für die Fahrgäste zwischen Kassel und Warburg soll es ab Dezember 2010 zusätzliche Züge des Regionalexpress 17 Kassel – Warburg geben. Diese zusätzlichen Verbindungen sichern in Warburg Anschlüsse zu Zügen der Regionalbahn 89 nach Paderborn, so dass weitere Früh-, Spät- und Wochenendverbindungen Richtung Paderborn entstehen. Die Fahrzeit Kassel - Paderborn beträgt so eine Stunde und 12 Minuten und ist damit nicht schlechter als im Fernverkehr.
„Mit dieser Übergangslösung stellt der NVV sicher, dass die Mitte-Deutschland-Verbindung des DB Fernverkehrs zwar nicht ersetzt wird, aber durch eine schnelle vertaktete Verbindung erhalten bleibt. Außerdem haben wir dadurch die nordhessischen Interessen gewahrt!“, so Wolfgang Dippel, NVV-Geschäftsführer.
Da die ergänzenden Züge nur in Hofgeismar halten werden, ist die Fahrtzeit zwischen Kassel und Warburg auch kürzer. Damit für die Fahrgäste, deren Bahnhöfe zwischen Kassel und Hofgeismar liegen, keine Nachteile entstehen, wird dort dann die RegioTram das Angebot ersetzen bzw. ergänzen.
Der NVV sichert die zusätzlichen Verbindungen durch Fahrplanoptimierungen auf den RegioTram-Strecken nach Melsungen und Warburg ab. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 wird dann wie geplant im Rahmen des RegioTram-Zielkonzeptes der 30-Minuten-Takt nach Wolfhagen, Hofgeismar und Melsungen umgesetzt und bis dahin auch das 3. Gleis in Obervellmar sowie die neue Station Melsungen-Bartenwetzer-Brücke gebaut.
Die von Seiten des Nachbaraufgabenträgers Nahverkehr Westfalen-Lippe vorgelegten Konzepte hatten sich nach intensiver Prüfung als untauglich erwiesen. Sie wären mit massiven Fahrplannachteilen für den Schienenverkehr in Nordhessen verbunden gewesen und in dem Umfang auch nicht zu finanzieren.





